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Lexikon der Informationssicherheit

Buchstabe Z


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Zeitbombe (Time Bomb): Eine programmierte Bedrohung. Eine versteckte Funktionalität (z. B. in einem Trojanischen Pferd), welche eine nicht-autorisierte Aktion (meist eine Schadenfunktion) auslöst, wenn ein bestimmtes Datum oder eine bestimmte Uhrzeit (bzw. eine Kombination von beidem) erreicht wird. Siehe auch Logische Bombe und vgl. Virus und Wurm.

ZSI: Zentralstelle für Sicherheit in der Informationstechnik (ZSI), engl. German Information Security Agency (GISA). Die ZSI war bis Ende 1990 eine Zweigstelle des Bundesnachrichtendienstes (BND) und wurde dann mit dem BSI-Errichtungsgesetz (BSIG vom 17. Dezember 1990) zum 1. Januar 1991 in das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), eine staatliche Stelle, umgewandelt. Die ZSI hat unter u. a. die deutschen IT-Sicherheitskriterien (ITS) entwickelt und veröffentlicht.

Zugriff (Access): Eine bestimmte Interaktion zwischen einem Subjekt und einem Objekt, wie beispielsweise das Lesen oder Verändern eines Objekts durch ein Subjekt oder die Kommunikation zwischen beiden. Ein Zugriff hat typischerweise einen Informationsfluß zwischen dem Subjekt und dem Objekt zur Folge.

Zugriffskontrolle (Access Control): Sicherheitsfunktion, die überprüft, ob ein bestimmtes Subjekt (z. B. ein Benutzer) autorisiert ist, auf ein Objekt (z. B. eine Datei) oder ein Betriebsmittel (System-Ressource) zuzugreifen. Siehe auch diskrete Zugriffskontrolle und vorgeschriebene Zugriffskontrolle

Zugriffskontrolliste (Access Control List, ACL): Eine vom Betriebssystem geführte Liste, welche die Zugriffsrechte von Subjekten auf Objekte enthält. Üblicherweise wird für jedes Objekt eine separate Liste geführt, die diesem als Bestandteil angehängt wird. Zugriffskontrollisten regeln typischerweise den Zugriff von Benutzern auf Dateien.

Zugriffsrecht (Permission): Die Beschreibung eines autorisierten Zugriffs, den ein Subjekt auf ein Objekt ausüben darf. Beispiele für Zugriffsrechte auf Dateien (File Permissions) sind: Lesen, Schreiben, Verändern (Modifizieren), Ausführen und Löschen.

Zurückweisung siehe Nichtanerkennung.

Zuständigkeitsbereich (Compartment, Category): Ein Bereich in einem nicht-hierarchischen Modell zur Bezeichnung der Sensitivität von Objekten. Dabei wird eine Menge von Objekten, die inhaltlich oder aufgrund ihrer Bedeutung zusammengehören, zusammengefaßt. Der Zugriff auf diese Objekte insgesamt wird Subjekten (meist Personen) gemäß ihrer Zuständigkeit erlaubt oder verwehrt. Gegensatz zum hierarchischen Modell der Einstufung (Klassifizierung).

Zuständigkeitsmodell: Formulierung von Regeln für die Zugriffkontrolle auf der Basis von Zuständigkeitsbereichen.


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