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Lexikon der Informationssicherheit

Buchstabe V


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Verarbeitung von Daten (Data Processing): Sammelbegriff für die Erfassung, Ein- und Ausgabe, Speicherung, Verknüpfung, Auswertung und Übertragung von Daten.

Verbindlichkeit (Liability): siehe hier.

Verfügbarkeit (Availability): siehe hier.

Verifikation (Verification): (lat. "verifizieren" = "durch Überprüfung die Richtigkeit bestätigen") Der Vergleich zweier Ebenen einer System-Spezifikation (z. B. Quell-Code und Objekt-Code) zur Sicherstellung der korrekten Übereinstimmung; dieser Prozeß kann automatisiert sein. Der Nachweis der Korrektheit von Programmen erfolgt oft in Form eines formalen Beweises.

verschlüsseln (encrypt, encipher): siehe Verschlüsselung.

Verschlüsselung (Encryption, Encipherment): Die Überführung (mathematische Transformation) von Informationen aus dem Klartext (Plaintext) in ein unverständliches Format (Chiffretext, Ciphertext) derart, daß ihre Entschlüsselung (Rückgewinnung) ohne unverhältnismäßig großen Aufwand (z. B. mittels eines Brute Force-Angriffs) nur bei Kenntnis eines bestimmten Schlüssels möglich ist. Siehe symmetrische Verschlüsselung und asymmetrische Verschlüsselung.

Verschlußsache (Classified Information): Bezeichnung für geheimzuhaltende Informationen. Siehe Einstufung.

vertrauenswürdig (trustworthy): Eigenschaft eines Systems oder Produkts, mit einem bestimmten Grad der Zusicherung den tatsächlichen oder angenommenen Bedrohungen wirksam entgegenzuwirken und korrekt zu funktionieren.

Vertraulichkeit (Confidentiality, Secrecy): Der Schutz gegen die unberechtigte Kenntnisnahme von Informationen. Siehe auch hier.

Virtuelles Paßwort (Virtual Password): In der Zugriffskontrolle Bezeichnung für ein Paßwort, welches aus einer Passphrase errechnet wird, um den Anforderungen eines bei der Authentifizierung verwendeten Verfahrens zu genügen (z. B. hinsichtlich der Länge).

Virus: Eine programmierte Bedrohung. Ein Programmteil (Code Fragment, kein eigenständiges Programm!), welches sich durch das Anhängen an oder Einnisten in andere Programme reproduziert (vervielfältigt). Ein Virus kann eine Schadenfunktion enthalten, welche beispielsweise Daten direkt zerstört oder die Systemperformance heruntersetzt, indem Ressourcen belegt werden, die autorisierten Benutzern des Systems dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Auslöser der Schadenfunktion können beispielsweise Datum, Uhrzeit oder bestimmte Systemzustände sein. Unterklassen von Viren sind beispielsweise Boot-Sektor-Viren, Link-Viren und Tarnkappen-Viren. Siehe auch Wurm und Trojanisches Pferd.

Vorgeschriebene Zugriffskontrolle (Mandatory Access Control, MAC): Eine Art der Zugriffskontrolle, bei der der Zugriff auf Objekte nach dem Grad der Sensitivität der in dem Objekt gespeicherten Informationen (repräsentiert durch die Einstufung des Objekts) und der Autorisation eines Subjekts, auf Informationen dieses Sensitivitätsgrades zugreifen zu dürfen (üblicherweise repräsentiert durch die Ermächtigung des Subjekts), geregelt wird. "Vorgeschrieben" bedeutet, daß das System diese Politik erzwingt; Subjekte haben nicht das Recht, ihre Zugriffsrechte an andere Subjekte weiterzugeben. Gegensatz zur diskreten Zugriffskontrolle


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