IT-Sicherheit
- Einleitung
- Grundlagen der Informationssicherheit
- Tipps zum sicheren Arbeiten
Schwachstellen, Bedrohungen, Gegenmaßnahmen
In der Diskussion um die Sicherheit eines informationsverarbeitenden Systems
fallen gewöhnlich drei Schlagworte: Schwachstellen, Bedrohungen und
Gegenmaßnahmen.
Eine Schwachstelle bezeichnet einen Punkt, an dem ein System anfällig
für einen Angriff ist. Eine Bedrohung stellt eine mögliche Gefahr
für das System dar. Technische und organisatorische Maßnahmen,
die dem Schutz des Systems dienen, werden Gegenmaßnahmen genannt.
Schwachstellen
Klassifikation von Schwachstellen:
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Physische Schwachstellen
Gebäude und Computerräume sind beispielsweise anfällig
für Einbrüche.
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Natürliche Schwachstellen
Computersysteme sind sehr anfällig für Naturkatastrophen
wie Feuer, Hochwasser (Überschwemmungen), Erdbeben, Blitzschlag,
Stromausfall oder auch andere Umwelteinflüsse wie Staub oder
hohe Luftfeuchtigkeit.
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Schwachstellen von bzw. durch Hard- oder Software
Die unsachgemäße Benutzung (wie beispielsweise die falsche
Verschaltung) von Hardware oder Fehler in einer Software können
Schwachstellen eines Systems darstellen.
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Schwachstellen von Medien
Speichermedien (Festplatten, USB-Sticks, etc.) oder Ausdrucke auf Papier
können beschädigt oder gestohlen werden.
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Schwachstellen von Kommunikationsleitungen
Kommunikationsleitungen, die Computersysteme miteinander verbinden,
können abgehört oder beschädigt werden.
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Schwachstellen durch Emissionen
Jedes elektrische Gerät sendet elekrische und elektromagnetische
Strahlung aus, welche abgefangen, mitgeschnitten und entschlüsselt
werden kann.
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Schwachstellen durch Menschen
Die Personen, die ein Computersystem administrieren oder benutzen,
stellen die größte Schwachstelle dar!
Bedrohungen
Bedrohungen für IT-Systeme lassen sich in drei Kategorien unterteilen:
Natürliche Bedrohungen, unbeabsichtigte Bedrohungen und
beabsichtigte Bedrohungen.
Natürliche Bedrohungen
Unter diese Kategorie fallen alle natürlichen Gefahren für
Computersysteme, wie beispielsweise Feuer, Hochwasser, Erdbeben, Blitzschlag,
Stromausfall oder auch Umwelteinflüsse wie Staub oder hohe
Luftfeuchtigkeit.
Unbeabsichtigte Bedrohungen
Dies sind Bedrohungen, die durch Unwissenheit und Unaufmerksamkeit oder
Ignoranz gegenüber der Informationssicherheit entstehen.
Beispiele sind der ungenügend ausgebildete Administrator oder der
Benutzer, der die Dokumentation nicht vollständig gelesen hat.
Weitaus mehr Informationen gehen durch Unwissenheit als durch
böswillige Absicht verloren!
Beabsichtigte Bedrohungen
Dies sind die "interessantesten" Bedrohungen und gleichzeitig
diejenigen, gegen die Sicherheitsprodukte den wirksamsten Schutz bieten.
Beabsichtigte Bedrohungen können von innen (Insider-Täter)
oder von außen verübt werden.
Einige Angriffe sind dabei (z. B. aus Kostengründen) nur bestimmten
Gruppen von Angreifern möglich.
Zu den potenziellen außenstehenden Angreifern (Außentäter)
gehören beispielsweise Geheimdienste, Terroristen, konkurrierende Unternehmen
oder Cyberkriminelle mit finanziellen oder anderen Hintergründen.
Diese können auf einer Reihe von Wegen in ein System eindringen:
Physischer Einbruch in Gebäude oder Räume, als Wartungspersonal
getarnter Zugang, elektronischer Zugang von außen über Netzwerkverbindungen,
Bestechung von Mitarbeitern, etc.
Angriffe von Insidern (Innentäter) sind ebenfalls auf verschiedene
Arten möglich: Ein ehemaliger (entlassener) oder ein noch aktiver und
unzufriedener Mitarbeiter könnte versuchen, Informationen nach außen
zu schleusen. Er könnte auch Rache nehmen, indem er einfach versucht, die
tägliche Arbeit im Unternehmen zu stören. Ein gieriger Mitarbeiter
könnte sein Insider-Wissen dazu benutzen, Firmengelder zu seinem
persönlichen Nutzen umzuleiten. Der Insider kann aber auch ein Administrator,
ein Systemprogrammierer oder ein gewöhnlicher Benutzer sein, der bereit ist,
sein Passwort mit anderen zu teilen.
Studien zeigen immer wieder, dass die meisten Angriffe auf Informationssysteme
von innen kommen. Man geht davon aus, dass bis zu 80 Prozent der Angriffe
von autorisierten Benutzern ausgehen, die ihre Zugriffsprivilegien dazu benutzen,
nicht-autorisierte Funktionen auszuführen.
Einer der "gefährlichsten" Insider ist der nachsichtige oder
unwissende Mitarbeiter, der beispielsweise keine ausreichend sicheren
Passworte benutzt oder diese nicht regelmäßig ändert,
der nicht weiß, wie man Daten sicher verschlüsselt, oder der
Papier-Ausdrucke bzw. Speichermedien mit sensiblen Daten offen herumliegen lässt.
Andere (Mitarbeiter) könnten aus dieser Nachsichtigkeit
Nutzen ziehen und evtl. schwerwiegende Schäden anrichten.
Gegenmaßnahmen
Es existieren viele verschiedene Arten von Gegenmaßnahmen, also
Maßnahmen zum Schutz von Computersystemen und Informationen
gegen Bedrohungen. Diese lassen sich grob in die folgenden drei Klassen
unterteilen:
Physische Sicherheit
Physische Sicherheitsmaßnahmen schützen Computersysteme und
Informationen gegen Schäden durch natürliche Bedrohungen und
Einbrecher.
Unter die Schutzmaßnahmen gegen natürliche Bedrohungen fallen
z. B. Klimaanlagen, Feuermeldesysteme und unterbrechungsfreie
Stromversorgungen mit Überspannungsschutz.
Der Schutz gegen Einbrecher schließt sowohl "altmodische"
Schlösser, als auch moderne Technologien wie Smard Cards oder
Zutrittskontrollsysteme, die auf biometrischen Merkmalen basieren, ein.
Computer-Sicherheit
Der Begriff "Computer-Sicherheit" wird oft in einem weiten Sinne
gebraucht, um den Schutz von Computersystemen und allem, was mit ihnen
zusammenhängt, zu bezeichnen.
Präziser ist jedoch, als Computer-Sicherheit den Schutz der
Informationen, die in einem Computersystem gespeichert sind, zu bezeichnen
und nicht den Schutz des Systems selbst (vgl. Physische Sicherheit)
oder den Schutz der Übertragung der Informationen
(vgl. Kommunikations-Sicherheit).
Die Computer-Sicherheit konzentriert sich auf die Funktionen des Betriebssystems,
über die der Zugriff auf ein System und die in ihm gespeicherten Daten
kontrolliert werden können. Dazu gehören unter anderem der
Passwortschutz, die Protokollierung (Beweissicherung, Accounting) und
Protokollauswertung (Audit) sowie administrative Vorgänge wie z. B.
das Erstellen von Sicherungskopien (Backups).
Kommunikationssicherheit
Kommunikationssicherheit bezeichnet den Schutz von Informationen während
der Übertragung mittels Telekommunikation, d. h. durch Funk,
leitungsgebunden (Netzwerkkabel, Telefonleitungen, etc.) oder mittels optischer Medien
(z. B. Laser). Sie konzentriert sich auf den Schutz vor möglichen
entfernten Zugriffen auf ein Computersystem über Netzwerke und auf Technologien,
welche die Sicherheit von Systemen erhöhen, von denen aus eine Kommunikation
mit der "Außenwelt" möglich ist.
Eine sehr effektive Methode zum Schutz von Informationen
während ihrer Übertragung ist die Verschlüsselung.